{"id":5675,"date":"2025-11-18T18:32:39","date_gmt":"2025-11-18T17:32:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orbit36.com\/?p=5675"},"modified":"2025-11-18T18:32:39","modified_gmt":"2025-11-18T17:32:39","slug":"kapitalunterlegung-von-beteiligungen-im-cs-stammhaus-die-ungeloste-bewertungsfrage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbit36.com\/de\/kapitalunterlegung-von-beteiligungen-im-cs-stammhaus-die-ungeloste-bewertungsfrage\/","title":{"rendered":"Kapitalunterlegung von Beteiligungen im CS-Stammhaus &#8211; die ungel\u00f6ste Bewertungsfrage"},"content":{"rendered":"\n<p>In unserem sechsten Beitrag zur Bankenregulierungsdebatte in der Schweiz zeigen wir auf, wie die stark auf buchhalterische Aspekte ausgerichteten Kapitalvorschriften f\u00fcr die Stammh\u00e4user global systemrelevanter Banken die Krise bei der Credit Suisse beeinflusst haben. Zentral sind dabei zwei Fragen: Erstens, welchen Wert die Beteiligungen an ausl\u00e4ndischen Tochtergesellschaften in der Stammhausbilanz erhalten sollen, und zweitens, wie diese Beteiligungswerte im Stammhaus mit Eigenmitteln zu unterlegen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Das suboptimal ausgestaltete Regelwerk auf der Stammhausebene, aber auch gew\u00e4hrte regulatorische Erleichterungen erm\u00f6glichten es der Credit Suisse, in ihrem Stammhaus Eigenmittel auszuweisen, die auf Gruppenstufe nicht anrechenbar waren \u2013 und zwar in erheblichem Umfang. Weil die Beteiligungen anf\u00e4nglich \u00fcberbewertet waren und die zugrunde liegenden Bewertungen ab 2019 laufend nach unten angepasst werden mussten, kam es zu Wertberichtigungen von \u00fcber 50 Milliarden Franken. Diese betrafen zwar nur den Einzelabschluss der Credit Suisse AG, also des Stammhauses der Gruppe, schw\u00e4chten jedoch dessen Kapitalbasis erheblich und trugen massgeblich zum Vertrauensverlust in die Bank bei.<\/p>\n\n\n\n<p>Es besteht Einigkeit dar\u00fcber, dass die durch die CS-Krise offengelegten Schw\u00e4chen in der Stammhausregulierung behoben werden m\u00fcssen. Die Geister scheiden sich jedoch in der Frage, wie dies geschehen soll. Der Vorschlag des Bundesrates sieht vor, dass der Wert der Beteiligungen an ausl\u00e4ndischen Tochtergesellschaften im Stammhaus k\u00fcnftig vollst\u00e4ndig vom harten Kernkapital abgezogen wird. Damit entf\u00e4llt auch die Bewertungsfrage; der Ansatz nimmt faktisch einen vollst\u00e4ndigen Wertverlust s\u00e4mtlicher Auslandsbeteiligungen vorweg und zwingt die UBS, auf Gruppenstufe einen zus\u00e4tzlichen Eigenkapitalpuffer zu halten, der ihre internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit gef\u00e4hrdet.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie wir in diesem Beitrag erl\u00e4utern, ist neben der Frage der Kapitalunterlegung auch die Bewertung der Beteiligungen im Stammhaus zentral. Um k\u00fcnftige Probleme zu vermeiden, sollten die Beteiligungen im Stammhaus f\u00fcr Kapitalzwecke so bewertet werden, dass sie mit dem Ansatz auf Gruppenstufe konsistent sind. So l\u00e4sst sich \u2013 als wichtige Lehre aus der CS-Krise \u2013 vermeiden, dass Bewertungsunterschiede zwischen der Gruppe und dem Stammhaus die Ver\u00e4usserung von Gesch\u00e4ftsbereichen erschweren. Zudem reduziert sich dadurch das Risiko von Wertverlusten deutlich, sodass eine vollst\u00e4ndige Unterlegung der Beteiligungen mit hartem Kernkapital nicht mehr erforderlich ist.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Beteiligungswerte nur im Einzelabschluss relevant<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Auf Gruppenstufe werden die Eigenmittel einer Bank konsolidiert betrachtet \u2013 analog zum Konzernabschluss. Der Buchwert der Beteiligungen an Tochtergesellschaften in der Bilanz der Muttergesellschaft wird dabei mit dem Eigenkapital der betreffenden Gesellschaften verrechnet. So wird sichergestellt, dass Eigenkapital im konsolidierten Abschluss nicht doppelt erfasst wird. Wie die Beteiligungen bewertet sind, ist auf der Gruppenebene unerheblich.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Einzelabschluss der Muttergesellschaft \u2013 in unserem Fall des Stammhauses \u2013 spielt der Buchwert der Beteiligungen an den Tochtergesellschaften jedoch eine wichtige Rolle. Er kann dazu f\u00fchren, dass in der Bilanz des Stammhauses mehr oder auch weniger Eigenkapital ausgewiesen wird als auf der konsolidierten Gruppenstufe. Dies widerspiegelt sich unter den geltenden Kapitalvorschriften auch in den regulatorischen Eigenmitteln des Stammhauses, also im sogenannten harten Kernkapital.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Spezialfall liegt dann vor, wenn der Buchwert der Beteiligungen im Stammhaus den Eigenmitteln in den Tochtergesellschaften entspricht. In diesem Fall sind die Eigenmittel im Stammhaus und in der Gruppe gleich \u2013 ein konsistenter und damit anzustrebender Zustand.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie erfolgt die Bewertung der Beteiligungen<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Die Bewertung der Beteiligungen im Stammhaus ist komplex. Einerseits weil die Beteiligungswerte dem buchhalterischen Niederstwertprinzip unterliegen. Dieses erfordert, dass der Wert einer Beteiligung an einer Tochtergesellschaft nicht h\u00f6her sein darf als der urspr\u00fcngliche Anschaffungspreis. Liegt der Marktwert dagegen darunter, muss eine Wertberichtigung vorgenommen werden. Zur Ermittlung des Marktwertes wird wiederum auf ein Modell abgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Folge der Finanzkrise 2008\/2009 mussten sowohl die UBS als auch die ehemalige Credit Suisse ihre ausl\u00e4ndischen Beteiligungen materiell wertberichtigen. Da der Marktwert auch heute noch deutlich unter den urspr\u00fcnglichen Anschaffungskosten liegt, werden diese \u2013 trotz Anwendung des Niederstwertprinzips \u2013 faktisch zum Marktwert bewertet.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil sich der Marktwert einer Tochtergesellschaft nicht direkt beobachten l\u00e4sst, wird dieser mittels eines Bewertungsmodells ermittelt. Die Standardmethode daf\u00fcr ist das Discounted-Cashflow-Modell (DCF). Dabei errechnet sich der Wert aus dem Gegenwartswert der erwarteten zuk\u00fcnftigen Gewinne.<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Bei einer profitablen Tochtergesellschaft kann der so ermittelte Wert den Substanzwert \u2013 der sogenannte Nettoinventarwert \u2013 \u00fcbersteigen. In diesem Fall k\u00f6nnen im Stammhaus h\u00f6here Eigenmittel ausgewiesen sein als auf der konsolidierten Gruppenstufe.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Anwendung der DCF-Methode wird h\u00e4ufig auf Planannahmen abgestellt. Diese sind naturgem\u00e4ss mit Unsicherheiten behaftet und beruhen auf Erwartungen \u00fcber zuk\u00fcnftige Entwicklungen. Dadurch wird die Bewertung der Beteiligungen \u2013 und damit auch die im Stammhaus ausgewiesenen Eigenmittel \u2013 abh\u00e4ngig von subjektiven Einsch\u00e4tzungen und anf\u00e4llig f\u00fcr sp\u00e4tere Wertkorrekturen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Problematische Anreize<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Die heute geltenden Vorschriften zur Unterlegung von Beteiligungswerten beruhen auf einer Risikogewichtung und wurden 2018 mit einer zehnj\u00e4hrigen \u00dcbergangsperiode eingef\u00fchrt, in der die Risikogewichte schrittweise erh\u00f6ht werden. Dies erlaubte der Credit Suisse, ihre Beteiligungen an ausl\u00e4ndischen Tochtergesellschaften zun\u00e4chst nur mit rund 30 Prozent Eigenmitteln zu unterlegen, also nur etwa der H\u00e4lfte der ab 2028 zu erf\u00fcllenden 60 Prozent. Um die Eigenmittelanforderungen im Stammhaus zu erf\u00fcllen, war sie auf die lange \u00dcbergangsperiode und auf den von der FINMA gew\u00e4hrten regulatorischen Filter angewiesen. UBS hat demgegen\u00fcber die geltenden regulatorischen Anforderungen bereits zu diesem Zeitpunkt auf voll implementierter Basis erf\u00fcllt.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Konstellation bestand f\u00fcr die Credit Suisse ein Anreiz, die Gewinnprognosen f\u00fcr ihre Tochtergesellschaften \u2013 ein zentraler Input im DCF-Modell \u2013 tendenziell optimistisch anzusetzen, um zus\u00e4tzliche Eigenmittel im Stammhaus zu generieren. Ein um zum Beispiel eine Milliarde Franken h\u00f6herer Beteiligungswert f\u00fchrte im Stammhus zu zus\u00e4tzlichen Eigenmitteln von einer Milliarde Franken, w\u00e4hrend sich die zur Unterlegung des h\u00f6heren Beteiligungswerts erforderlichen Eigenmittel lediglich um 300 Millionen Franken erh\u00f6hten. Dadurch wurden im Stammhaus 700 Millionen Franken an zus\u00e4tzlichem regulatorischem Kapital verf\u00fcgbar, das f\u00fcr andere Zwecke eingesetzt werden konnte. Auf die Eigenmittel der Gruppe hatte dies jedoch keine Auswirkungen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Situation der Credit Suisse<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Wir sch\u00e4tzen, dass die Credit Suisse Ende 2017 im Stammhaus rund 30 Milliarden Franken h\u00f6here Eigenmittel ausweisen konnte, als f\u00fcr die Gruppe anrechenbar waren. Aus heutiger Sicht waren die Beteiligungen an ausl\u00e4ndischen Tochtergesellschaften stark \u00fcberbewertet. Die Anpassungen der Bewertungswerte in den Folgejahren \u2013 zum Teil auf Anordnung der FINMA \u2013 f\u00fchrten zu Wertberichtigungen von \u00fcber 50 Milliarden Franken. Diese belasteten das Kapital der Credit Suisse AG erheblich, konnten jedoch dank dem von der FINMA ab 2019 gew\u00e4hrten regulatorischen Filter teilweise durch unrealisierte Gewinne auf anderen Beteiligungen neutralisiert werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignfull size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"796\" height=\"524\" src=\"https:\/\/www.orbit36.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Grafik_CS_Stammhaus_Uberbewertung-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5691\" srcset=\"https:\/\/www.orbit36.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Grafik_CS_Stammhaus_Uberbewertung-1.png 796w, https:\/\/www.orbit36.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Grafik_CS_Stammhaus_Uberbewertung-1-768x506.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 796px) 100vw, 796px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Abbildung 1: Bewertung der Auslandsbeteiligungen der Credit Suisse AG<\/strong><br><em>Die Abbildung vergleicht den Buchwert der ausl\u00e4ndischen Beteiligungen der Credit Suisse AG mit dem Nettoinventarwert, hergeleitet aus dem regulatorischen Kernkapital der Tochtergesellschaften. Das Kernkapital wurde nur f\u00fcr drei bedeutende Rechtseinheiten \u2013 Credit Suisse Holdings (USA), Credit Suisse International (CSI) und Credit Suisse Securities Europe Limited (CSSEL) \u2013 ver\u00f6ffentlicht. Ihr Anteil am gesamten Kernkapital der ausl\u00e4ndischen Tochtergesellschaften betrug gem\u00e4ss dem PUK-Gutachten Birchler per Ende 2019 rund 75 Prozent und wird in der Darstellung als \u00fcber die Zeit konstant angenommen und entsprechend linear skaliert. Die Differenz zwischen den beiden Werten zeigt das ungef\u00e4hre Ausmass der \u00dcber- bzw. Unterbewertung der Buchwerte im Vergleich zum Nettoinventarwert.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Verhinderung von Ver\u00e4usserungen durch Kapitaleffekte im Stammhaus<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Die unterschiedliche Bewertung derselben Gesch\u00e4fte im Stammhaus und auf Gruppenebene erschwerte im Fall der Credit Suisse die Umsetzung von Restrukturierungsmassnahmen. Der PUK-Bericht erw\u00e4hnt dazu explizit den geplanten Verkauf des Gesch\u00e4ftsbereichs <em>Securitized Products<\/em> im Jahr 2022. Dieser h\u00e4tte zwar die Kapitalsituation der CS-Gruppe verbessert, gleichzeitig jedoch einen gegenl\u00e4ufigen Effekt auf die Eigenmittel im Stammhaus gehabt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Grund daf\u00fcr lag zu einem wesentlichen Teil in der Bewertung der Beteiligungen: W\u00e4hrend die Ver\u00e4usserung auf Gruppenstufe zu einem Gewinn gef\u00fchrt h\u00e4tte, weil der Preis \u00fcber dem Nettobuchwert der Aktiven und Passiven des Gesch\u00e4ftsbereichs lag, w\u00e4re im Stammhaus ein Verlust entstanden, da die Beteiligung mit einem Wert in den B\u00fcchern stand, der zu diesem Zeitpunkt nicht mehr einem realistischen Marktwert entsprach, jedoch noch durch die DCF-Bewertung gest\u00fctzt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Ereignis zeigt deutlich, dass die unterschiedlichen Bewertungsans\u00e4tze zwischen der konsolidierten Gruppe \u2013 basierend auf den Basel-III-Vorgaben \u2013 und den auf Schweizer Rechnungslegungsprinzipien beruhenden Kapitalvorschriften des Stammhauses \u2013 mit Bewertung der Beteiligungen zu hypothetischen Marktwerten \u2013 zu inkonsistenten Ergebnissen f\u00fchren und dadurch erhebliche Schwierigkeiten verursachen k\u00f6nnen. Aus diesem Grund sollte die Bilanzierung der Beteiligungen im Stammhaus f\u00fcr Kapitalzwecke konsequent auf dem Nettoinventarwert (Substanzwert) erfolgen. Nur so l\u00e4sst sich eine einheitliche Erfassung der Gesch\u00e4fte in der Gruppe und im Stammhaus sicherstellen, was im Bedarfsfall eine Restrukturierung deutlich vereinfacht.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Konsequente Bewertung zum Nettoinventarwert als L\u00f6sung<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Die Marktwert-Bewertung von Beteiligungen mittels der DCF-Methode ist aus unserer Sicht f\u00fcr Kapitalad\u00e4quanzzwecke ungeeignet. Sie f\u00fchrt dazu, dass in guten Zeiten im Stammhaus Kapital ausgewiesen werden kann, das auf Gruppenstufe nicht anrechenbar ist. In der Krise wirkt sich dies dann prozyklisch aus, weil bereits eine Verschlechterung der Gewinnaussichten einen Wertberichtigungsbedarf ausl\u00f6st. Bei einer Bewertung zum Nettoinventarwert ist dies nicht der Fall, da \u2013 analog zur Kapitalberechnung auf Gruppestufe \u2013 auf den Wert der in den Tochtergesellschaften gehaltenen Aktiven und Passiven abgestellt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Anwendung des Nettoinventarwertprinzips entspricht der Beteiligungswert im Stammhaus zudem in etwa den in den Tochtergesellschaften effektiv vorhandenen regulatorischen Eigenmitteln. Abweichungen ergeben sich haupts\u00e4chlich aufgrund unterschiedlicher regulatorischer Vorschriften in den einzelnen L\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einer Bewertung zum Nettoinventarwert reduziert sich das Verlustrisiko auf den Beteiligungen deutlich. Kapitalrelevante Wertanpassungen erfolgen nur, wenn in den Tochtergesellschaften tats\u00e4chliche Verluste anfallen. Ein rascher Wertverlust wie bei der Credit Suisse ist hingegen nicht mehr m\u00f6glich, wenn die Bewertung von Anfang an auf der in den einzelnen Tochtergesellschaften tats\u00e4chlich vorhandenen Substanz basiert und keine Anrechnung zuk\u00fcnftiger Gewinne erfolgt. Es besteht daher keine Notwendigkeit, dieses Risiko durch eine vollst\u00e4ndige Unterlegung der Beteiligungswerte mit hartem Kernkapital abzudecken.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fazit<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Eine wichtige Lehre aus der CS-Krise w\u00e4re, die Beteiligungen k\u00fcnftig konsequent zum Nettoinventarwert zu bewerten. Der Wertberichtigungsbedarf im Stammhaus w\u00e4re erheblich geringer ausgefallen, wenn man diesen Ansatz verfolgt h\u00e4tte. Zudem werden bei einer Bewertung zum Nettoinventarwert Inkonsistenzen in der Kapitalberechnung zwischen der Gruppe und dem Stammhaus vermieden, und Restrukturierungen werden nicht durch buchhalterische Effekte erschwert oder gar verunm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die vom Bundesrat vorgeschlagene vollst\u00e4ndige Unterlegung der ausl\u00e4ndischen Beteiligungen mit hartem Kernkapital l\u00f6st die Bewertungsfrage hingegen mit der Brechstange: Indem diesen Beteiligungen bereits im Voraus keinen Wert mehr zugemessen wird \u2013 der Abzug vom harten Kernkapital entspricht faktisch einer vollst\u00e4ndigen Abschreibung \u2013, stellt sich die Frage des Wertes gar nicht mehr. Dieser undifferenzierte Ansatz ist jedoch wirtschaftlich \u00e4usserst ineffizient, weil er die damit verbundenen Kosten nicht ber\u00fccksichtigt und die UBS in ihrer Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit erheblich beeintr\u00e4chtigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus unserer Sicht sollte sich die Debatte st\u00e4rker auf die Risiken im Abwicklungsfall konzentrieren. Wie wir bereits in einem fr\u00fcheren Beitrag aufgezeigt haben, w\u00e4re eine teilweise Unterlegung der Beteiligungen mit Bail-in-Anleihen anstelle von hartem Kernkapital zielf\u00fchrend. Bei einer Bewertung zum Nettoinventarwert bleibt die Ver\u00e4usserung von Gesch\u00e4ftsbereichen als Restrukturierungsmassnahme m\u00f6glich \u2013 mit identischen Auswirkungen auf die Eigenmittel sowohl auf Gruppenstufe als auch im Stammhaus. Ein solcher differenzierter Ansatz tr\u00e4gt den tats\u00e4chlichen Risiken der Beteiligungen Rechnung, ohne die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der UBS und des Schweizer Finanzplatzes \u00fcberm\u00e4ssig zu beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Orbit36 ber\u00e4t Banken und andere Finanzinstitute in der Strategischen Planung, Treasury, Risiko- und Kapitalmanagement sowie regulatorischer Fragestellungen. Zu unseren Kunden z\u00e4hlt unter anderem auch die UBS.<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Gewinne sind bei Banken eine gute Approximation f\u00fcr Cash-Flows<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserem sechsten Beitrag zur Bankenregulierungsdebatte in der Schweiz zeigen wir auf, wie die stark auf buchhalterische Aspekte ausgerichteten Kapitalvorschriften f\u00fcr die Stammh\u00e4user global systemrelevanter Banken die Krise bei der Credit Suisse beeinflusst haben. 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